BIM ist die Abkürzung für Building Information Modeling. Über BIM wird aktuell in der Bauindustrie intensiv gesprochen, aber wenn Sie Nachfragen, werden Sie mehr oder weniger unterschiedliche Definitionen von verschiedenen Personen erhalten. Einige sagen, dass BIM eine Art von Software ist. Einige sagen, dass BIM das virtuelle 3D-Modell eines Gebäudes ist. Andere sagen, dass BIM ein Prozess ist oder nichts anderes als die Sammlung aller Gebäude-Daten in eine Datenbank-Struktur, die sowohl in einer „visuell“ als auch eine „numerische“ Weise abfragbar sind. Mit Sicherheit kann man sagen, BIM ist all dies und noch einiges mehr.
Wenn es um BIM geht, beginnt alles mit dem
digitalen 3D-Modell des Gebäudes. Dieses Modell ist weit mehr als die
reine Geometrie mit einigen schönen Texturen für die Visualisierung. Ein
echtes BIM Modell besteht aus den virtuellen Äquivalenten der
tatsächlichen Gebäudeteile sowie der Teile, welche für den Bau benötigt
werden. Diese Elemente besitzen alle Merkmale – sowohl physische als
auch logische – ihrer realen Pendants. Diese intelligenten Elemente sind
die digitalen Prototypen der physikalischen Gebäudeelemente wie Wände,
Stützen, Fenster, Türen, Treppen usw. Diese digitalen Prototypen
ermöglichen es uns, das Gebäude sowie dessen Verhalten zu simulieren und
zu verstehen, zu prüfen und zu optimieren noch bevor das Gebäude
tatsächlich gebaut wird.
Mit dem Aufkommen von mobilen
Technologien wie Smartphones, Tablets und dergleichen, ist die Nutzung
von BIM aus dem bisher engen Kreis von Fachleuten ausgebrochen. Kunden,
Bauherren und Projektbeteiligte werden durch ihre mobilen Geräte
vermehrt Zugang zu BIM-Modellen erhalten. Diese Erweiterung der
Zugänglichkeit wird die Verwendung von BIM auf der professionellen Ebene
standardisieren.